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Schokolade


Q. Woher kommt die Schokolade

Die Schokolade ist neben den Bonbons der Klassiker der Süßwarenindustrie.

Als Lebensmittel einerseits und Genussmittel andererseits hat sie eine sehr lange Geschichte. Diese ist untrennbar verbunden mit der Geschichte der Kakaobohne und der des Zuckerrohrs bzw. später der Zuckerrübe.

Den Indios in Mittelamerika ist die Kakaopflanze bereits seit Jahrtausenden bekannt.
Das Volk der Toleteken, die Anfang des 14 Jahrhunderts von den Azteken unterworfen wurden, kannten die Kakaobohnen zu diesem Zeitpunkt bereits über tausend Jahre.
Den Bohnen kam bei den Indios zweierlei Bedeutung zu. Zum einen waren sie die einzigen und überall gültigen Münzen, d.h. sie waren das Zahlungsmittel der Indios.
Zum anderen wurden die Bohnen zu Lebensmitteln verarbeitet. Diese Art der Nutzung wurde voraussichtlich zufällig entdeckt, als die zu Boden gefallenen Bohnen zu gären begannen. Auf diesem Wege entfaltete sich einerseits das Aroma des Kakaos. Andererseits wurden die sonst sehr harten Bohnen weich.
So war das Interesse der Indios an der Kakaobohne geweckt.

Mit der Zeit schufen die Indios ein schmackhaftes und sehr sättigendes Lebensmittel, welches auf die unterschiedlichste Art und Weise zubereitet werden konnte.
Sie rösteten, schälten und mahlten den "Erdkakao, mischten ihn mit Maismehl oder auch Honig, Anis, Zimt, Mandeln und gossen dies mit kaltem Wasser auf.
Damit sich der Kakao mit dem Wasser verband, war es notwendig, das Gemisch möglichst schnell mit speziellem Werkzeug zu quirlen. Dadurch sollten die Bestandteile möglichst lange im Wasser schweben, um ein unappetitliches Absetzten der Teilchen am Boden zu verhindern.
Das Getränk wurde dann in einem Zuge getrunken.
Montezuma, der Herrscher der Azteken hat -laut Überlieferung- mehrmals täglich dies "xocolatl" aus goldenen Bechern zu sich genommen.

Die Kakaobohne wurde im 16. Jahrhundert mit der Eroberung Mexikos durch den Spanier Hernan Cortez in Europa bekannt. In der Geschichte der Schokolade spiegeln sich so auch die dramatischen Ereignisse der Eroberung der neuen Welt wieder.
Cortez, der besonderes von der aufputschenden Wirkung fasziniert war, brachte sie mit nach Europa. Zunächst blieb der Kakao jedoch ein rein spanisches Getränk. Dies hing damit zusammen, dass alle Länder in denen der Kakaobaum wuchs als Kolonie zu Spanien oder zu Portugal gehörten. Da neue Dinge immer zu Experimenten verleiten begannen die Spanier zu dieser Zeit bereits den Kakao mit heissem Wasser aufzugiessen


In Spanien, einer der reichsten Nationen Europas, konnte sich jedoch nur die Oberschicht den Kakao und die teuren Gewürze leisten, mit denen sie den Wasserkakao zu mischen begannen. Unter anderem wurden Zimt, Curry, Ingwer, Pfeffer aber auch schon Zucker in den Kakao gemischt. So blieb der Kakao zu dieser Zeit ausschliesslich der adeligen Oberschicht vorbehalten.
Das Zuckerrohr, welches seit den Kreuzzügen in Europa bekannt war, war zu dieser Zeit ebenso kostbar und teuer, wie die Kakaobohne. Dies änderte sich erst mit der Gewinnung des Zuckers aus der Zuckerrübe.

Anfang des 17. Jahrhunderts begannen andere Nationen die spanische Vorliebe zu teilen und der Kakao trat seinen Siegeszug durch Europa an. Bald wurde die Schokolade in vielen Ländern ein Modegetränk. Dies wurde dadurch unterstützt, dass 1728 der spanische König Philip V. das Monopol des Kakaohandels an eine internationale Gesellschaft verkaufte, da er des Kolonialismus müde war.

Mit der Zeit wandelte sich die Schokolade vom exotischen Getränk zum Getränk, dass dem Zeitgeschmack entsprach. Gefördert wurde dies u.a. dadurch, dass man zu diesem Zeitpunkt begann von Wasserkakao auf den Milchkakao umzustellen. Dadurch gewann das Getränk nochmals an Geschmack und fand noch mehr Freunde und Anhänger. Die Industrialisierung half zudem die Ausgangsprodukte und die Verfahren zur Herstellung der Schokolade zu verbessern.

Die Schokolade errang sehr schnell, die ihr ganz und gar eigene Rolle als Lebensmittel. Sie wurde am Morgen getrunken und in den Salons zu Empfängen oder sonstigen Feierlichkeiten. Die Fangemeinde der Schokolade wuchs stetig, zu der u.a. auch die beiden grossen deutschen Dichter Goethe und Schiller zählten.

Umstritten ist, wer die Idee hatte aus der Schokolade zum Trinken eine Schokolade zum Essen zu machen. Anzunehmen ist, dass dazu Wissen von verschiedenen Seiten zusammenfliessen musste. Dies geschah in der Schweiz, die möglicherweise aufgrund ihrer zentralen Lage in Europa das damalige Wissen zusammenführte . So entstand die Schokolade, wie wir sie heute kennen, wenn sich auch die Qualität mit der voranschreitenden Industrialisierung verbessert hat.


Die Schokolade selbst wird in drei Schritten hergestellt:

Im ersten Verarbeitungsschritt werden alle Zutaten zunächst bei 40 -50 Grad vermengt. Die fast fettfreie Kakaomasse, d.h. der Preßkuchen (s. unten) bildet dabei den Ausgangsrohstoff. Hinzugefügt werden noch Kakaobutter (s. auch unten), Zucker und je nach Sortenwunsch Milchpulver (für Milchschokolade) und diverse andere Gewürze. Sind die für einer bestimmte Sorte notwendigen Zutaten miteinander vermengt, werden sie durch ein Walzwerk zerkleinert. Ziel dieses Verarbeitungsprozesses ist es ein möglichst feinen "Schmelz" zu erhalten, d.h. der Verbraucher soll die Zutaten nicht mehr in Form von einzelnen Teilchen schmecken, sondern als eine Masse empfinden. Sie Schokolade soll "auf der Zunge zergehen".
Die weitere Veredlung findet durch einen stundenlangen Knetprozess statt. Durch die Wärme, die durch Reibung entsteht wird die Schokolade flüssig. Die Masse hat dabei eine Temperatur von ca. 45-50 Grad. Damit sie sich später gut brechen läßt und zudem über einen seidigen Glanz verfügt muss sie auf 27 bis 28 Grad abgekühlt werden. Dann wird sie erneut um einige Grade erwärmt. Durch diesen Vorgang soll die Schokoladenmasse an Stabilität gewinnen.
Nun steht die Schokolade schon fast vor ihrer Vollendung. Sie muss nun nur noch ein Kunststofformen gegossen werden. Bevor sie abkühlt, passiert sie noch eine "Rüttelstation", damit unerwünschte Luftblasen aufsteigen und die Schokolade ganz homogen wird. Nach dem Abkühlvorgang werden die Tafeln aus den Formen "ausgetafelt" und dann verpackt.

Heutzutage wird Kakao in Mittelamerika und in den feuchtheissen, tropischen Gebieten Afrikas (Elfenbeinküste, Ghanas, Nigeria) und Asiens (Malaysia, Indonesien) angebaut.
Da der Kakaopreis derzeit (Stand: September 2000) so billig ist wie seit 27 Jahren nicht mehr, wollen die afrikanischen Kakaoproduzenten zur Stabilisierung des Preisniveaus nun voraussichtlich im Oktober 2000 ca. 250 000 Tonnen Bohnen vernichten. Damit hoffen sie den Preisverfall zu stoppen.

Der Kakaobaum (lat. Theobroma cacao) ist eine immergrüne Pflanze. Er kann zwischen sechs und 15 Metern hoch werden und besitzt ein sehr tief gehendes Wurzelwerk.
In Plantagen wird seine Höhe auf maximal acht Meter begrenzt.
Da er in den tropischen Teilen Amerikas seinen Ursprung hat benötigt er stets ein feuchtheisses Klima, d.h. um die 20°C , keine pralle Sonne, feuchte Luft und feuchten Boden.
Der Kakaobaum fängt ab den fünften Jahr nach seiner Anpflanzung erst an zu blühen. Nach etwa acht bis zehn Jahren ist er voll ertragfähig. Wenn er nicht von Krankheiten befallen wird, trägt er dann für mehrere Jahrzehnte.

Jedes Jahr öffnen sich dann ca. 90.000 Blüten, die männliche und weibliche Geschlechtsorgane besitzen. Diese weissen Blüten blühen das ganze Jahr. Die Bestäubung erfolgt in der Natur durch kleine Insekten ( Fliegen, Mücken, Ameisen). Diese bestäuben jedoch nur ca. ein Fünftel, da die Bestäubung innerhalb von nur wenigen Stunden nach dem Aufblühen erfolgen muss. Um den Ernteertrag zu steigern bzw. den Erfolg zu sichern wird die Bestäubung auf Plantagen durch Menschenhand erledigt. In mühevoller Handarbeit werden die Pollen mit feinen Pinseln auf die winzigen Blütennarben aufgetragen.

Ist die Bestäubung erfolgreich gewesen, vergehen bis zur Reife der Frucht ca. fünf bis sechs Monate. Dabei treten, wie bei vielen tropischen Gewächsen gleichzeitig Blüten, unreifen und reife Früchte an einem Baum zum gleichen Zeitpunkt auf. Die Frucht, die in ihrem Aussehen einer Papaya oder Gurke ähnlich ist, hat ein feste Hülle und ist mit Längsrillen überzogen.
Wenn die Früchte ihre Farbe verändern (z.B. von grün zu gelb oder rot zu orange) sind sie reif.

Die Frucht des Kakaobaums hat ein weisses, feuchtes, säuerliches Fruchtfleisch in dem 30 bis 60 bohnenförmige Samen eingebettet sind. Diese müssen möglichst rasch aus den Früchten entfernt werden, da sie ansonsten keimen würden.
Dies geschieht durch den Prozess der Fermentation. Dabei handelt es sich um ein durch die tropischen Klimabedingungen natürlich einsetzenden Gärvorgang. Bei dieser Gärung wird durch natürliche Mikroorganismen das zuckerhaltige Fruchtfleisch zersetzt und die Kakaobohnen auf diesem Weg freigegeben. Um die Bohnen danach weiter verarbeiten zu können, muss ihr Wassergehalt, der zwischen 45 und 50 % beträgt, auf etwa ein Zehntel reduziert werden. Dazu werden die Bohnen getrocknet. Dies kann auf verschiedene Art und Weise geschehen ( z.B. Sonnentrocknung oder durch Feuertrocknung).
Nun spricht man vom Rohkakao, von dem es viele verschiede Sorten gibt. In dieser Form verlässt der Kakao das Erzeugerland und wird ins Verbrauchsland transportiert.
Dort wird er bis zu seiner Weiterverarbeitung in Silos gelagert. Nachdem er aus diesen entnommen wurde, wird er zunächst gereinigt .

Im Anschluss daran wird er geröstet. Die Röstung geschieht - nach Sorten getrennt - in speziellen Röstmaschinen. Je nach erwünschten Bräunungsgrad werden die Bohnen zwischen 10 und 40 Minuten bei etwa 120 und 130°C geröstet.
Dieser Vorgang ist von entscheidender Bedeutung für das spätere Aroma.

Die abgekühlten Bohnen werden dann in Brechanlagen geknackt. Der Kakaokernbruch wird im Anschluss daran zu seinen Bestandteilen, der Kakaobutter und dem Kakaopulver verarbeitet.
Kakaobutter, die kühl und trocken gelagert, fast unbegrenzt haltbar ist, wird für die Herstellung von Schokolade oder Glasuren benötigt.

Kakaopulver entsteht aus dem Kakaopreßkuchen. Dieser besteht aus der durch starken Druck zusammengedrückten nahezu fettfreien Kakaomasse. Dieser Preßkuchen wird maschinell zerkleinert und schliesslich zu Pulver gemahlen. Dieses Pulver wird für die Herstellung vieler verschiedener Lebensmittel benötigt.

Schokolade und Gesundheit

Schokolade, insbesondere Bitterschokolade mit hohem Kakaoanteil, kann nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, den Level an Herz-schützenden Antioxidantien im Blut für einige Stunden stark anheben. Allerdings wird dieser positive Effekt bei gleichzeitigem Genuss von Milch wieder neutralisiert. Diese Tatsache führt die Forscher zu der Annahme, dass der Nutzen von anderen Antioxidantien-reichen Nahrungsmitteln, wie Früchte und grünes Gemüse, ebenso durch die gleichzeitige Aufnahme von Milch zunichte gemacht werden könnte. Bei dem im Falle von Schokolade und Kakao wirksamen Antioxidans handelt es sich um ein Flavonoid, namens Epicatechin. Quelle: Nature, Vol 424, S. 1013.

Die Vermutung, dass Schokolade Pickel verursacht ist wissenschaftlich ebensowenig bewiesen, wie die Annahme, sie mache süchtig (siehe: "Effect of chocolate on Acne Vulgaris", Fulton J. et al., J. Am. Med. Assoc., Vol 210, S. 2071-2074 und "Sweets, chocolate, and atypical depressive traits", M. Schuman et al., J. nervous & mentals disease, Vol 175, S. 491-495).

Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Schokolade, bzw. der darin enthaltene Kakao, Karies-hemmende Wirkung hat (siehe: "The effect of cocoa on dextransucrose activity in Strep. Mutans", V. J. Paolino, Vortrag vor der Int. Assoc. for Dental Research, 1978). Siehe auch W. Krämer und G. Trenkler, "Lexikon der populären Irrtümer", Piper Verlag). Dieser mögliche Effekt kann aber sicherlich nicht die kariesfördernde Wirkung des enthaltenen Zuckers kompensieren. Am wenigsten problematisch für die Zähne dürfte Schokolade mit geringem Zucker- und hohem Kakaogehalt sein – also Bitterschokolade, die als "Zartbitter" (Kakaogehalt meist um die 45%) oder "Edelbitter" (Kakaogehalt bis zu 80% und mehr) verkauft wird.

Auch die Legende, Schokolade oder Schokoladenprodukten wie Nougatcremé würde Rinderblut beigemengt, findet immer noch Verbreitung. Richtig ist, dass Studien (u. a. in der DDR) geführt wurden, die daraufhin abzielten, ein Teil der Schokoladen-Grundmasse durch andere Stoffe zu ersetzen. Eine EU-Verordnung schreibt aber vor, welche Bestandteile in Schokolade enthalten sein dürfen. Tierisches Blut gehört aber nach Verordnung definitiv nicht dazu.



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Q. Macht Schokolade glücklich?

Wussten Sie... ? 
Schokolade enthalte "Glückshormone", sagen die Verbraucher. Und die Forschung gibt ihnen Recht. In Kakaobohnen finden sich u.a.:

  • das koffeinähnliche, wach, munter und fröhlich machende Theobromin,
  • das aphrodisierend-euphorisierend wirkende Phenyläthylamin (ein Stoff, den das Gehirn in ähnlicher Zusammensetzung freisetzt, wenn wir verliebt sind),
  • das stressabbauende, nervenstärkende Magnesium
  • und Kakaobutter (diese setzt Endorphine, eine Gruppe von speziellen Wirkstoffen im Gehirn, frei, was zu einem Energieschub und positiver Stimmung führt). Wohl nicht umsonst zog Casanova die Schokolade dem Champagner als Anregungsmittel vor!

Auch von ihrem Genusswert her scheint Schokolade unübertrefflich zu sein:

Schokolade besteht aus einer Mischung von 500 Aromen: Das ist zweieinhalb mal mehr als bei jedem anderen Nahrungsmittel.
Der Schmelzpunkt von Schokolade liegt knapp unterhalb unserer Körpertemperatur. Sie schmilzt schon im Mund: Unsere Geschmacksknospen werden deshalb stärker erregt als bei jedem anderen Lebensmittel 
 



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Patisserie


Q. Was sind Prusiien?

Prussiens sind ausserhalb der Schweiz besser bekannt als Schweinsohren. Schweinsohren sind ein im deutschen Sprachraum weit verbreitetes, süßes Kleingebäck aus Blätterteig. Die Herkunft des Namens ist umstritten, aber der Bezug zur Muschel des äußeren Ohrs eines Schweins liegt nahe.

Zur Herstellung wird der Blätterteig von zwei Seiten zur Mitte aufgerollt und in dünne Scheiben geschnitten. Dadurch entsteht eine doppelte Spirale, die typisch für dieses Gebäck ist. Die Größe variiert nach Region und Angebot von etwa fünf Zentimetern bis zu Tellergröße.

Nach dem Backen werden die Schweineohren meist mit Puderzucker bestreut oder mit weißem Zuckerguss glaciert. Teilweise werden auch farbige Varianten angeboten, die aus gefärbten Fondant bestehen. Für "schwarzweiße" Schweineohren wird eine Hälfte mit dunkler Kuvertüre bestrichen.
 



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Q. Was sind Macarons?

Nein, es sind nicht einfach Makronen, was zwar nahe liegt, aber nicht korrekt ist.

Die Geschichte der Macarons  ist durch Pierre Desfontaines, dem kleinem Cousin von Louis Ernest Ladurée geprägt. In der Mitte des 20. Jahrhunderts hatte er die Idee, die zwei Schalen der Macarons (Makronen bzw. Baiser) zu verbinden und mit einer köstlichen Ganache (einer Creme aus Schokolade und Sahne) zu garnieren. Seit dieser Zeit hat sich die Zubereitung nicht mehr verändert. Dieses kleine, runde und weiche Törtchen ist außen knusprig, von innen butterweich und wird jeden Morgen frisch in der Confiserie Duss gefertigt. Bevor das Törtchen in den Verkauf kommt, muss es 48 Stunden nach der Zubereitung erst einmal ruhen.

Bekannt sind in der Schweiz diese Macarons unter dem Namen Luxembrugerli, welche von Sprüngli hergestellt werden.

 



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Q. Was sind Marron Glacé?


Eine Herbstspezialität bei der Confiserie Duss
Marron Glacé: sind eine wunderbar süsse, leicht nach Caramel duftende Saisonspezialität. Ähnlich wie bei Orangen oder Zitronen werden frische Marroni kandiert. Die Früchte werden über mehrere Tage in Zuckersirup in steigender Konzentration eingelegt, bis sie vollständig durchtränkt sind. Durch das Kandieren werden die Marronis für einige Wochen haltbar.


Der Prozess des Kandierens
"Kandieren" ist ein simpler Vorgang, bei dem das Zellwasser der Frucht durch Sirupe von Zuckerarten weitgehend ersetzt wird. Die Kandierung von Früchten basiert also auf einem osmotischen Vorgang, bei dem das in der Frucht enthaltene Wasser austritt und den Platz für eine Zuckerlösung freigibt. Der eigentliche Kandiervorgang beginnt meist mit einem das spätere Auskristallisieren verhindernden Zucker-Glukosesirup-Gemisch mit zunächst niedriger Konzentration. Diese wird später erhöht. Dies geschieht so lange, bis im Fruchtinneren ein Gehalt von 75-78% an lösbaren Feststoffen bzw. eine die Haltbarkeit gewährleistende Zuckerkonzentration von 75 ° Bx erreicht ist. Die lösbaren Feststoffe bestehen aus Zucker, in den meisten Fällen handelt es sich um Saccharose und Glukose. Der osmotische Vorgang erfolgt also durch den spezifischen Gewichtsunterschied zwischen dem in der Frucht enthaltenem Wasser (ca. 85 bis 90%) und der Zuckerlösung mit einem spezifisch höherem Gewicht. Es gibt verschiedene Anlagen um diesen Prozeß durchzuführen. Dabei muß allerdings darauf geachtet werden, daß die Verfahrenstemperatur 65 °C keinesfalls überschreitet, damit eine Zuckerverbrennung vermieden wird. Die Temperatur darf allerdings auch nicht unter 48 °C fallen, um eventuelle Fermentierungs-Erscheinungen zu vermeiden. Die Kandierungszeiten sind relativ lang und liegen je nach Fruchtart und Größe der Früchte zwischen 8 bis 12 Tagen (z. B. Birnen 10 bis 12 Tage). In modernen Anlagen, in denen das Vakuum ausgenutzt wird, können diese Zeiten reduziert werden, jedoch müssen angemessene Wartezeiten zur Fruchtstabilisierung berücksichtigt werden.

Vielfältiges Fruchtangebot
Neben Kirschen sowie Zitronen- und Orangenschalen werden eine ganze Reihe weiterer beliebter Früchte auch kandiert angeboten. Dazu gehören Aprikosen, Feigen, Birnen, Klementinen, Pfirsiche und Ananasscheiben. Es sind jedoch auch Melonenscheiben, Kürbisse und weiße Rüben in dieser Form erhältlich. Kastanien und Maronen - beides exquisite Früchte - stellen auch kandiert eine auserlesene Köstlichkeit dar - dann als "Marron Glace" bezeichnet. Diese entstehen aus sorgsam ausgewählten Kastanien, die mit Dampf geschält und von Hand bearbeitet werden, damit die Früchte Geschmack und Duft behalten.
Kandierte Früchte müssen kühl und vor allem trocken gelagert werden. Dann sind sie ca. eineinhalb Jahre haltbar. 
 



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Q. Woher kommt die Speisse-Eiskrem (Glacé) ?


Die Geschichte der Speisse-Eiscréme (Glacè)

Schon vor 5000 Jahren träumten die Chinesen von Speiseeis. Doch nur wenige bekamen solch kühle Köstlichkeiten, die man mitten im Sommer aus Milch, Fruchtsäften, Gewürze und gefrorenem Wasser zu bereiten verstand.

Die Geschichtsschreiber haben uns auch überliefert, dass um 930 v.Chr. von ausgewählten Sklaven im Stafettenlauf Gletschereis aus den Alpen holen, das dann - gemischt mit Ingwer, Koriander oder Zimt , mit Veilchen- oder Rosenwasser und Fruchtsäften - dem Kaiser gereicht wurde.

Marco Polo berichtete im Jahre 1298 n.Chr. seinen venezianischen Landsleuten, das man in Asien bereits Eisdielen kenne. Durch mitgebrachte Rezepte konnte er seine ungläubigen Landsleute überzeugen. Von da an scheute man keine Mühe, selbst Speiseeis zu bereiten.


Zu diesem Zweck wurde Schnee und Gletschereis in tiefen Kellern bis zum Sommer sorgsam gelagert. 1530 gelang es in Europa zu ersten Mal künstliche Kälte zu erzeugen. Mehrere Italienische Städte stritten um den Ruhm, zuerst auf die gute Idee gekommen zu sein. Speiseeis wurde nun vom Gelatiére - einem “Eismacher” - zubereiten.

Eimal in ihrem Besitz, hüteten die französischen Könige die Eisrezepte wie Staatsgeheimnisse. Auf Verrat hin rollten Köpfe. Erst im Jahre 1673 brachten geschäftstüchtige Berater Ludwig XIV auf die Idee, Speiseeissteuer zu erheben und die Rezepte zu verkaufen. Und die Franzosen zahlten gern für “ Glacé”.

Bald danach war Speiseeis in ganz Europa beliebt. Als das Speiseeis auf seinem Weg um die ganze Welt nach Amerika kam, errichtete Jacob Fussel in Baltimore im Jahre 1851 die erste Speiseeisfabrik. Jetzt war es möglich, Icecream in grossen Mengen herzustellen.


Heute ist kein Kopf mehr in Gefahr wegen Speiseeisrezepten. Auch gibt es keine Eissteuer mehr. Heute können sie nach Herzenslust wählen und Speiseeis kommt zu ihnen an den Tisch.

Auch wenn Eis als Kalorienbombe gilt, sollte man sich ruhig mal eins gönnen, denn es schmeckt nicht nur gut, auch aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Speiseeis wegen seines hohen Kalziumgehalts eher positiv zu bewerten.



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Q. Wissenswertes über Torten

Eine Torte (von italienisch torta, aus dem spätlateinischen tōrta, „rundes Brot“, „Brotgebäck“) ist ein feiner, aus mehreren horizontalen Schichten bestehender Kuchen, der nach dem Backen des Teigs mit Creme und/oder Früchten gefüllt und anschließend verziert wird. Bisweilen wird in Rezepten der französische Ausdruck Tarte verwendet.

Die meisten Torten basieren auf Biskuit oder Mürbeteig; klassische Torten kombinieren meist einen dünnen Mürbeteigboden (zur Stabilisierung des Tortenbodens) mit Schichten aus Biskuit. Die Füllung besteht häufig aus Cremes auf Grundlage von Butter (Buttercremetorte), geschlagener Sahne (Sahnetorte) oder Quark (z. B. Käsesahnetorte, Cassata), die je nach Rezept mit Zutaten wie Vanille, Kakao, Kaffee, gemahlenen Nüssen und frischen oder kandierten Früchten sowie Spirituosen aromatisiert sind. Auch Marzipan und Konfitüren finden als Füllung Verwendung. Torten sind oft überzogen – mit der Creme, die auch zur Füllung dient, mit Glasur oder Kuvertüre – und mit Creme oder Schlagsahne aus dem Spritzbeutel, mit zu Blättern, Blüten und anderem geformter Marzipanmasse oder Schokolade und Früchten verziert.

Einfacher sind Obsttorten, die meist aus einer einzelnen Teigschicht bestehen, mit frischen oder gedünsteten Früchten belegt und mit Tortenguss (mit Gelatine gebundenem Fruchtsaft) bedeckt werden.

Fachlich zählen auch diverse italienische Süßspeisen (Zuccotto, Cassata, Varianten des Tiramisù oder der Zuppa inglese) sowie die französischen Petit Fours zu den Tortenzubereitungen.

Traditionell werden Torten in runder Form (in der Regel mit einem Durchmesser zwischen 20 und 30 Zentimetern) hergestellt. Für bestimmte Tortenzubereitungen sowie in der gewerblichen Herstellung werden auch rechteckige Formen verwendet – die einzelnen Stücke werden dann meist als Cremeschnitten oder ähnlich bezeichnet. Die in Italien beliebten Kuppelformen (Halbkugelformen) sind mittlerweile auch in Deutschland und Österreich zu finden. Daneben haben sich in den letzten Jahren auch diverse Phantasieformen etabliert (Sternform etc.), die aber vorwiegend in der häuslichen Zubereitung zu finden sind.

Für die Herstellung von Torten und anderen Feinbackwaren gibt es einen eigenen Berufsstand, den Konditor (schweizerisch Confiseur). In der gehobenen Gastronomie ist der Pâtissier mit der Zubereitung betraut.

Einige Beispiele:

  • Cassata
  • Dobostorte
  • Esterházy-Torte
  • Frankfurter Kranz
  • Fürst-Pückler-Torte
  • Herrentorte
  • Hochzeitstorte
  • Honigtorte
  • Ischler Törtchen
  • Käse-Sahne-Torte
  • Linzer Torte
  • Malakow-Torte
  • Petit Fours
  • Prinzregententorte
  • Sacher-Torte
  • Saint-Honoré-Torte
  • Sarah-Bernhardt-Torte
  • Schwarzwälder Kirschtorte
  • Tiramisù
  • Zuccotto 

Da jede Torte frisch hergestellt wird, ist es wichtig, eine Bestellung bei uns aufzugeben. Zwar haben wir immer eine gute Auswahl im täglichen Sortiment, jedoch kann die Produktion einer Torte von dem Backen bis hin zu Einsetzen und Anziehen bis zu 2 Tagen benötigen. 

 



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Q. Was ist ein Éclair?

Bei einem Éclair, in Deutschland auch als Liebesknochen, Hasenpfote oder Kaffeestange bezeichnet, handelt es sich um ein längliches, glasiertes und gefülltes Gebäck aus Brandteig. Die Füllung kann aus Erdbeer-, Himbeer-, Kaffee-, Schokoladen-, Vanillecreme, Sahne oder Pudding bestehen.



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Q. Was sind Meitschibei?

Meitschibei (berndeutsch für „Mädchenbeine“) ist ein schweizerisches Nussgebäck. Es wird aus einem Weißmehlteig und einer Haselnussfüllung hergestellt. Auf die ausgewallten Teigstücke wird die Füllung aufgetragen und der Teig gerollt, die Rolle wird dann zu einem Hufeisen gebogen. Diese Form gibt dem Gebäck seinen Namen.



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Q. Was sind Tirggel?

Tirggel ist ein Gebäck aus Honig, Mehl und Gewürzen, welches in Zürich um Weihnachten und am Sechseläuten gegessen wird. Tirggel werden so gebacken, dass sie eine bräunliche Seite (meist mit einem Bild versehen) und eine weisse "Rückseite" haben. Tirggel wurden nicht in Zürich erfunden, sondern waren bereits in der Antike bekannt. So auch in Mesopotamien, wo ein Rezept und Formen gefunden wurden. Sie waren in ganz Europa verbreitet, jedoch ist er nur in Zürich erhalten geblieben. In Zürich wurden sie 1461 erstmals schriftlich erwähnt.

Die Formen für das Bild wurden normalerweise aus Holz geschnitzt. Sie sind heute wertvolle Sammlerstücke die oft Motive aus der Bibel, Wappen oder Szenen aus dem Leben zeigen. Einer der letzten Modelbauer lebt in Appenzell.
 



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Spezialitäten


Q. Was sind Einsiedler Raben?

Meinrad, der einzigen Sohn eines reichen Grafen fühlte einst den Drang in sich die laute Welt zu verlassen und sich in die Stille zurückzuziehen. Er wanderte darum vom Boden- an den Zürichsee und von hier über den Etzel in das Land Schwyz, um daselbst in einem Walde als Einsiedler zu leben. Dort, wo heute das Kloster Einsiedeln steht, baute er sich ein Hüttlein und eine Kapelle. In dieser verehrte und lobte er Gott. Er legte sich auch ein Gärtlein an und pflanzte in ihm Gemüse. Oft besuchten ihn Landleute vom Zürichsee. Er lehrte und tröstete sie und gewann ihre Herzen. Aber auch die Tiere des Waldes wurden zutraulich gegen ihn. So fütterte er zwei junge Raben und machte sie dadurch zu seinen Gefährten. Dies geschah im Jahre 861 n.Chr.

Eines Tages drangen zwei Landstreicher in den Wald. Sie glaubten, Meinrad besitze reiche Schätze, und diese wollten sie rauben. Darum erschlugen sie den frommen Mann und machten sich mit den kostbaren Geräten der kleinen Kirche davon. Allein die beiden Raben flogen ihnen mit lautem Krächzen und Flügelschlagen nach. Als die Mörder über den See hinunter nach Zürich fuhren, schwirrten die Raben unablässig um das Schiff herum. Und als die Räuber sich in einem Zürcher Wirtshaus an den Tisch setzten, schossen die zwei Vögel durch das Fenster herein, schrien wilder und wilder und wollten sich den Übeltätern auf den Kopf setzen. Da erkannten die Leute die Raben. Der Mord kam an den Tag und die beiden Räuber wurden hingerichtet.

Nach vielen Jahren zogen fromme Männer an den Ort, wo einst die Zelle Meinrads gestanden hat und gründeten hier das Kloster Einsiedeln.

Die beiden Raben zieren heute noch das Wappen von Einsiedeln. Der Leichnam des heiligen Meinrad wurde ins Kloster Reichenau überführt. Im Jahre 1039 wurden seine Gebeine ins Kloster Einsiedeln überführt.



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Q. Was ist der Schoggitraum?

Verwöhnen Sie Ihre Freunde, Familie oder auch einfach mal sich selbst mit unseren SchoggiTraum™. Verschiedene Rouladenböden, gefüllt mit einer weissen Maraschino und einer dunklen Truffe-Crème, bedeckt mit Praliné-Gianduja und verpackt in einer exklusiven Holzkiste.

Ein ideales Mitbringsel, ein freudige Überraschung, ein grosses Dankeschön und vor allem ein himmlischer Hochgenuss.



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Q. Was sind Truffes?

Trüffel-Pralinen, in der Schweiz Truffes (aus dem Französischen), sind im Allgemeinen kugelige Pralinen mit einer Ganache-Füllung, einer schnittfesten Emulsion aus Schokolade, Sahne und Aromen.

Diese auch unter dem Oberbegriff Confiserie bekannten feinen (fin) Spezialitäten werden auch heute noch bei uns in Handarbeit hergestellt.

Die Füllung ist eine Zubereitung aus Butter, Sahne und Kuvertüre, die gekocht und cremig gerührt wird. Nun wird sie sehr häufig noch mit aromatischen Ergänzungen verfeinert. Dies sind meist alkoholische Auszüge aus Früchten (Kirschgeist, Calvados, Marc de Champagne usw.), aber auch Zutaten wie Honig oder Sternanis. Diese Trüffelmassen werden mittels einer Teigspritze oder eines Spritzbeutels auf eine feste Unterlage gespritzt; anschließend werden die Füllungen mit Hilfe einer Pralinengabel in vortemperierte Kuvertüre getaucht und nach dem Abtropfen entweder in Puderzucker oder Kakaopulver gewälzt oder zum Aushärten auf Backpapier gesetzt.

Der Begriff Trüffel rührt von dem ebenfalls als rar und wertvoll eingeschätzten Trüffelpilz her, obgleich Pilz und Praline außer einer gewissen äußeren Ähnlichkeit nichts gemeinsam haben.



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Q. Was sind die Original Einsiedler Klosterkugeln?



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Q. Was sind die Klosterwürfel?



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Aktuelles

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